DJV 14.02.08

DJV-Pressemitteilung zu NDR-Freien

DJV gegen Beschäftigungslimit
der Freien beim NDR

Berlin, 13.02.2008 - Der Deutsche Journalisten-Verband hat den Norddeutschen Rundfunk aufgefordert, die Arbeitseinschränkungen für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders aufzuheben. Gegen die Bestimmungen des Tarifvertrags für befristete Programmmitarbeit verlängert der NDR Rahmenverträge für Freie spätestens nach 15 Jahren nicht mehr, in der Praxis häufig schon nach sechs bis acht Jahren. Anschließend dürfen Freie nur noch maximal 18.000 Euro im Jahr bei dem Sender verdienen. "Diese Regelung ist unsinnig und bestraft gute journalistische Arbeit", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Weder aus programmlichen noch aus juristischen Gründen sei das Vorgehen des NDR gegen seine freien Mitarbeiter gerechtfertigt. Es sei im Gegenteil notwendig, dass sich der Sender endlich an den geltenden Tarifvertrag halte.

Der DJV-Vorsitzende begrüßte in dem Zusammenhang den Aktionstag, mit dem die NDR-Freien morgen auf ihre Situation aufmerksam machen wollen: "Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass sich die freien Kolleginnen und Kollegen mit ihrer Situation abfinden und die Hände in den Schoß legen sollten."
Konken sagte der Initiative "Freie im Norden" zu, dass sich der DJV weiter intensiv für die NDR-Freien einsetzen werde. "Ohne die Freien müsste der NDR sein Programmangebot erheblich einschränken. Das sollten die Verantwortlichen im Sender endlich begreifen."

Für den Norddeutschen Rundfunk arbeiten rund 900 freie Journalistinnen und Journalisten mit Rahmenverträgen.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13 Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de